Das Azubi-Tagebuch – Teil 2

Burak macht bei uns eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration und beschreibt uns, wie eine Woche in der Berufsschule und SMF Systemtechnik aussehen kann: 

Montag

Dieser Montag startet ganz entspannt im Homeoffice, denn erst um 9:20 Uhr beginnt der Unterricht der Berufsschule. Und der findet coronabedingt eben nicht im Schulgebäude, sondern rein digital statt. Heute stehen die Fächer STD (Softwaretechnologien und Datenmanagement), GIT (Gestaltung von IT-Dienstleistungen) sowie Religion an. STD macht mir besonders viel Spaß, da wir dort programmieren können. Dafür muss ich jedoch auch besonders viel lernen, denn es gehört, so wie GIT, zu den Hauptfächern. Das neue Wissen über Datenbanken und auch das technische Wissen kann ich gut einsetzen in meinen Arbeitsalltag bei SMF. In den Pausen chatten wir Schüler*innen miteinander. Das ist schön, da wir unsere Erfahrungen aus den Unternehmen austauschen können. Die letzte Schulstunde endet um 15:35 Uhr, dann haben wir auch schon alles gemeinsam bearbeitet, so dass ich keine Hausaufgaben mehr machen muss.

Dienstag

Am Dienstag starte ich um 7:30 Uhr in der SMF. Von der Systemtechnik müssen immer Mitarbeiter*innen vor Ort sein, damit wir die Systeme bereitstellen können. Das ist für mich aber umso besser, da ich mich im Vergleich zu vielen anderen der Kolleg*innen direkt austauschen kann bei Fragen oder Problemen und nicht nur per Videocall. Am Vormittag habe ich neue Notebooks aufgesetzt. Das heißt, dass ich das aktuellste Betriebssystem aufspiele per USB-Stick, das Gerät dann in unsere Domäne einbinde und Updates und Treiber installiere. Zum Schluss installiere ich dann noch alle nötigen Programme, die der entsprechende User benötigt.

Mittags habe ich in Ruhe gegessen, dafür stehen uns verschiedene Sitzplätze in den Küchen bereit.

Danach habe ich Supportanfragen von Kolleg*innen bearbeitet. Wir haben ein Ticketsystem, dass Störungen und Probleme erfasst, aber manchmal erreichen uns auch Anrufe oder Mails, wenn es irgendwo hakt mit der Technik. Das Ziel ist natürlich, dass die Rechner der Kolleg*innen schnell wieder einwandfrei funktionieren, damit sie ihre Arbeit fortführen können. Bei der Lösungsfindung hilft mir technisches Verständnis und auch immer Geduld, wenn es keine schnelle Lösung gibt. Mittlerweile kann ich Supportanfragen, die mir zugewiesen werden, meist allein bearbeiten. Unterstützung brauche ich nur bei Aufgaben, bei denen ich noch nicht das nötige Wissen habe, aber da helfen mir die Kollegen aus dem Team immer weiter. Um 16:00 Uhr habe ich dann Feierabend gemacht.

Mittwoch

Auch dieser Tag startete um 7:30 Uhr, diesmal mit der Programmierung von Transpondern. Die werden als „Schlüssel“ für unsere Türen im Gebäude benötigt. Wenn wir neue Mitarbeiter*innen haben und diese einen entsprechenden Zugang zu bestimmten Büros benötigen, wird dieser durch eine Software mit einem Lesegerät programmiert.

Danach habe ich eine Fehleranalyse bei einem Notebook durchgeführt, die Festplatte war defekt. Ich habe gemerkt, dass das Notebook nicht mehr hochfährt und habe die Festplatte testweise in ein anderes Notebook eingebaut. Dadurch konnte ich den Fehler finden und das Notebook mit einer neuen Festplatte ausstatten.

Nachmittags sind neue Dockingstations und Notebooks angekommen. Dabei prüfe ich zunächst, ob die Ware in Ordnung ist. Danach pflege ich die Notebooks in unsere Datenbank. Ab dann sind sie zur Ausgabe bereit und können mit einer SMF Nummer gelabelt und dann aufgesetzt werden. Auch heute habe ich um 16:00 Uhr Feierabend gemacht.

Donnerstag

Wieder habe ich um 7:30 Uhr angefangen. Ich habe an verschiedenen Arbeitsplätzen im Gebäude Dockingstations, Monitore, Tastaturen und Mäuse aufgebaut für neue Kolleginnen und Kollegen. Auch mussten wieder weitere Notebooks aufgesetzt werden. Danach habe ich einen Mitarbeitereintritt durchgeführt. Dafür sind bei uns verschiedene Schritte notwendig, z. B. das Anlegen in das Active Directory, das Anlegen des Postfachs für unser Mailingprogramm und, wenn es nötig ist, muss auch eine Telefonnummer freigeschaltet werden. So ein Eintritt dauert unterschiedliche lang, es ist immer vom System abhängig. Wichtig ist, dass ich konzentriert arbeite, da die Daten von Beginn an richtig eingegeben werden müssen. Den letzten Tag bei SMF in dieser Woche konnte ich auch pünktlich Feierabend machen.

 Freitag

Freitag stand wieder Schule auf dem Programm, diesmal ab 8:15 Uhr. Heute gab es die Fächer EVP (Entwicklung vernetzter Prozesse), GIT, Englisch und Politik. In EVP haben wir ein Projekt erhalten, indem wir ein virtuelles Netzwerk aufbauen sollten. Das fand ich richtig spannend. In Englisch und Politik haben wir jeweils eine Präsentation vorbereitet und das war eine gute Abwechslung zum technischen Teil. Diesmal gab es leider Hausaufgaben, aber die hatte ich nachmittags zum Glück schnell erledigt, so dass ich ins Wochenende starten konnte.

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